top of page

Funktion statt Fotostudio: Was dein Kleiderschrank wirklich leisten muss

2. Okt.
3 Min. Lesezeit

Hand aufs Herz: Muss dein Kleiderschrank aussehen wie aus einem Einrichtungskatalog?

Socken nach Farben sortiert. T-Shirts exakt auf Kante gefaltet. Hosen nach Länge geordnet. Und natürlich alles fein säuberlich nach Sommer, Winter, Frühling und „vielleicht irgendwann“ getrennt.

Kann man machen.

Muss man aber nicht. 

Denn Ordnung hat nicht das Ziel, möglichst schön auszusehen. Ordnung soll vor allem eines: deinen Alltag leichter machen.

Socken dürfen Socken sein

Deine Socken müssen nicht nach Farben sortiert sein. Schwarz zu Schwarz, Blau zu Blau, Weiß zu Weiß – und wehe, eine graue Socke verirrt sich in die falsche Schublade.

Nein.

Wenn du morgens einfach die Schublade aufmachst, ein Paar Socken herausziehst und weißt, wo du sie findest, dann ist das völlig ausreichend.

Auch deine Kleidung muss nicht nach Größe, Farbe oder Material sortiert sein. Natürlich kannst du das machen. Wenn du Spaß daran hast und es dir hilft: wunderbar!

Aber das ist dann schon die Premiumklasse der Ordnung. 

Für ein ordentliches Zuhause braucht es das nicht.

Entscheidend ist: Hat alles seinen Platz?

Das ist für mich einer der wichtigsten Grundsätze beim Thema Ordnung.

Nicht: „Sieht es perfekt aus?“

Sondern:

„Weiß ich, wo es hingehört?“

Wenn deine Socken einen festen Platz haben, deine T-Shirts einen festen Platz haben und die Handtücher dort liegen, wo du sie immer suchst, hast du bereits ein funktionierendes Ordnungssystem.

Und genau darum geht es.

Denn wenn alles seinen Platz hat, wird auch das Aufräumen viel einfacher.

Die Menge entscheidet mit

Natürlich wird Ordnung schwierig, wenn ständig neue Dinge dazukommen.

Ein neuer Pullover hier, drei T-Shirts im Schlussverkauf dort und plötzlich ist der Schrank so voll, dass du beim Öffnen besser einen Schritt zurückgehst.

Deshalb gehört zu guter Ordnung auch die Frage:

Brauche ich wirklich etwas Neues?

Vielleicht ist die bessere Regel manchmal:

Erst wenn etwas geht, darf etwas Neues kommen.

Das bedeutet nicht, dass du nie wieder etwas kaufen darfst. Natürlich darfst du dir etwas Schönes gönnen.

Aber wenn du immer erst dann nachkaufst, wenn etwas wirklich kaputt, verbraucht oder nicht mehr vorhanden ist, bleibt die Menge überschaubar.

Und je weniger Dinge du hast, desto leichter wird Ordnung.

Der einfachste Ordnungstrick der Welt

Und jetzt kommt mein persönlicher Favorit:

Räum die Dinge wieder dahin, wo sie hingehören.

Ja, wirklich. So einfach.

Die Jacke kommt zurück an ihren Platz.

Die Schuhe ins Regal.

Die Kleidung in den Schrank.

Die Tasse in die Küche.

Die Post an den Platz, an dem sie bearbeitet wird.

Denn meistens entsteht Unordnung nicht dadurch, dass wir einmal einen riesigen Saustall veranstalten.

Sie entsteht durch die vielen kleinen Dinge, die wir irgendwo ablegen und denken:

„Das räume ich später weg.“

Und aus „später“ wird schnell morgen. Aus morgen wird nächste Woche – und irgendwann braucht man einen großen Aufräumtag.

Dabei wäre es oft viel einfacher gewesen, die Sache gleich an ihren Platz zu legen.

Ordnung darf einfach sein

Ich finde, wir sollten uns beim Thema Ordnung ruhig ein bisschen vom Perfektionismus verabschieden.

Dein Zuhause muss nicht aussehen wie aus einem Möbelkatalog.

Deine Socken müssen keine Farbverläufe bilden.

Deine T-Shirts müssen nicht millimetergenau übereinanderliegen.

Und deine Schubladen brauchen nicht zwingend hübsche Körbe und Etiketten.

Ordnung darf praktisch sein.

Ordnung darf zu dir passen.

Und vor allem darf sie so einfach sein, dass du sie auch im ganz normalen Alltag beibehalten kannst.

Denn genau das ist für mich echte Ordnung:

Nicht ständig aufräumen zu müssen, weil die Dinge bereits dort landen, wo sie hingehören.

Und wenn deine Sockenschublade dabei nicht Instagram-tauglich aussieht?

Na und? Hauptsache, du findest morgens deine Socken.

 


 
 
 

Kommentare


Abonniere meinen Newsletter, um exklusive Updates zu erhalten

bottom of page